Als Mutter von zwei Söhnen und Elektroingenieurin habe ich die hier vorgestellten Experimente und Bastelsets zunächst für meine eigenen Kinder zusammengestellt, die schon im Alter von vier bis fünf Jahren ein ausgeprägtes Interesse an der Elektronik an den Tag legten.
Ich war erstaunt, wie selbstverständlich Kinder eine bildliche Vorstellung von der Funktion einer Schaltung und der Wirkunsgweise der wichtigsten Bauelemente entwickelten.

Während unseres zu Hause erprobten "Praxistests" konnte ich festellen, dass die rudimentären elektronischen Bausteine wie bedrahtete LEDs, Kabel und Krokodilklemmen, Schalter und Batterien eine weitaus größere Faszination bei den Kindern hervorrufen als vorkonfigurierte Stecksysteme, die nach dem Lego-Prinzip arbeiten.

Offensichtlich fühlen sich die Kinder beim Einsatz "echter" elektronischer Bauteile wesentlich stärker in ihrer Rolle als Tüftler und Erfinder bestätigt, als beim Umgang mit einem klassischen Spielzeug.

Ist es nicht viel zu gefährlich Kinder mit Strom hantieren zu lassen?

Nein ist es nicht - unter der Voraussetzung, dass die verwendeten Batteriespannungsquellen max. 4,5 V betragen. Wenn Sie Ihren Kindern nichts anderes in die Finger geben, kann nichts passieren.

Ein absolutes Tabu ist es selbstverständlich in irgendeiner Form die Netzspannung - sprich die heimischen Steckdosen - mit einzubeziehen. Der Unterschied zwischen dem lebensgefährlichen 230 V Netz und einer Batteriespannungsquelle, die bei allen Versuchen max. 4,5 V beträgt - muss dem Kind klar gemacht werden!

Trotzdem sollten Sie vor der "Experimentierphase" ihre Kinder noch einmal daraufhinzuweisen. Es ist auf alle Fälle ratsam, die Kindern bei Ihren Versuchen zu begleiten und den Anweisungen zu den Experimenten genau zu folgen.